Archiv für August 2008

Testspiel

Edwin van der Saar gegen Hinelum 9:6

Los geht´s um 15 Uhr. Austragungsort ist die HBK-Kampfbahn
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SR 2 KulturRadio

Zufällig gelesen auf SR-Online.

Dienstag, 26.08.2008 um 7.40 Uhr

11 Freunde müsst ihr sein…

Bunte Liga statt Bundesliga

SR 2 KulturRadio mp3

MvO

10. Antinationales Fußballtunier

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Ausflug nach Gießen oder die Frage, ob vegan und Fußball zusammen passen

Wilde Gerüchte hatten im Vorfeld für Unruhe gesorgt. In einer Mail von Moritz von Oranien hatte es gehießen: „es werden getränke und vegan essen verkauft. duschen kann man vor ort leider nicht“. Veganes Essen auf einem Fußballturnier? Bis jetzt kannte man allgemein eher die Gleichung: Männer + Fußball = Fleisch.
Um also der Frage nach dem Zusammenspiel zwischen veganem Essen und Fußball auf den Grund zu gehen, machte sich Ede van der Saar am 23.08.2008 auf den Weg zum Antinationalen Fußballturnier nach Gießen.
Um 11 Uhr fielen die Edes ersatzgeschwächt zu einem Zwischenstopp in Frankfurt ein, um die Liga-Spionin Mata Nari einzusammeln. Von der Stammmannschaft präsentierten sich nur Captain Hewethal, Moritz von Oranien, Bulldozer Jörg und Ben, alle wie immer unterstützt von Ede-Ultra Frau Antje. Um dem Personalmangel Herr zu werden, hatte man kurzfristig Pau_Lee vom Liga-Konkurrenten KFK Meier verpflichtet. Als die Spionin beim Erscheinen zunächst gemustert wurde und die Herren ein „mit den großen Handschuhen geht das schon“ austauschten, stellte sie überrascht fest, dass die Oranjes ohne Tormann unterwegs waren.
Trotz dieses Problems (die Liga-Spionin äußerte sich zunächst abweisend zu der ihr angedachten Rolle) traf man gegen 12 Uhr hochmotiviert in Gießen ein. Der Mannschaft bot sich der Blick auf eine saftige, grüne Wiese mit drei abgetrennten
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Fußballfeldern. Beste Voraussetzungen also für einen schönen Samstagnachmittagskick! Die übrigen Mannschaften, die am Turnier in 3 Gruppen à 5 Mannschaften gegeneinander antreten sollten, rekrutierten sich größtenteils aus dem örtlichen und deutschlandweiten Punkmilieu, so dass das gesittete Häufchen aus Saarbrücken schon rein äußerlich (nicht nur aufgrund der orangenen Leibchen, sondern auch wegen ihrer biederen Haarfrisuren) aus dem Rahmen fiel. Hier wurde Abgrenzung vom Establishment noch groß geschrieben, was sich neben der Kleidung in Mannschaftsnamen wie„Hauptsache Egal“, „Kanonenfutter Mainz“ und „Fußball Ficken Alkohol Darmstadt“ äußerte.
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Bierbänke, Unterstände, Fehlanzeige. Und das bei wechselnd bewölktem Wetter und drohenden dunklen Wolken am Himmel. So bezog man auf der Wiese Quartier. Im straffen Spielplan war das erste Spiel der Edes für 13:20 Uhr vorgesehen. Die Fans machten sich also erstmal im nahe gelegenen Bahnhof auf die Suche nach Kaffee und die Mannschaft machte sich mit der Konkurrenz vertraut.
Dann ging’s endlich los. Gespielt wurde zweimal 7 Minuten mit 5 Mann plus Torwart. Ein Schlussmann war mittlerweile aushilfsweise rekrutiert worden, wobei die Spionin beim Anblick der nur 2 × 2 Meter großen, aus Holzlatten zusammen gezimmerten Kistchen großspurig erklärt hatte, dass sie sich da auch reingestellt hätte. Ein Glück, dass sie nicht beim Wort genommen wurde…
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Die HBK-Arena erprobten Edes mussten sich in den ersten Minuten gegen Zehn Bauer-Jugend Mannem auf das im Vergleich wesentlich kleinere Feld einstellen. Die Pässe wollten zunächst nicht so recht gelingen. Hatte man gerade Anlauf auf das gegnerische Tor genommen, war man auch schon dran vorbei. Das Zusammenspiel klappte jedoch zunehmend besser. Folgerichtig erzielte Moritz von Oranien dann auch das 1:0 mit einem schönen Schuss von halblinks. Es boten sich in der Folge auf beiden Seiten gute Chancen, jedoch erwies es sich als äußert schwierig, die kleinen Tore zu treffen. Vor allem Captain Hewethal war dabei im Abschluss eher unglücklich. Die Mannschaft wäre verdient als Sieger vom Platz gegangen, hätten die Mannemer nicht in der letzten Minute zum Ausgleich eingeschossen. Man begnügte sich also mit einem 1:1.
Gleichzeitig mit Spiel 2 gegen Abseitsfalle Alkohol setzte auch der Regen ein, der sich im Laufe des Spieles zu einem kräftigen Schauer ausweitete. Da die fleißigen Fans in der Folge mit dem Abdecken von Kleidung und Schuhen der Spieler beschäftigt waren, konnte das Spielgeschehen nicht mehr aufmerksam verfolgt werden. Es war auch ungleich interessanter zu beobachten, wie der ein oder andere Punk am Spielfeldrand versuchte, seinen bunten, mustergültig einbetonierten Irokesen vor den Fluten zu retten. Der Tormann aus dem ersten Spiel wurde in dieser wie auch in den folgenden Partien durch Jan von den Mannemern ersetzt. In der letzten Sekunde des Spiels setzte Moritz von Oranien einen Schuss gefühlvoll an die Latte des gegnerischen Tores. Wären die Torpfosten nicht eckig, sondern wie üblich rund gewesen, hätte er damit wohl den Siegtreffer markiert, so endete die regennasse Partie jedoch mit einem 0:0. Bei wieder einsetzendem Sonnenschein versuchten die klatschnassen Spieler in der Pause wieder einigermaßen trocken zu werden. Die Problematik der nicht vorhandenen Duschen hatte sich somit erledigt.
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Pünktlich zur dritten Partie zog die Sonne wieder ab. Im Spiel gegen die Gastgeber Gießen Asozial ging es ungleich härter zur Sache als in den beiden Partien zuvor. Die Wiese war nun durchweicht und das Spiel glich eher einer Rutschpartie. Außerdem kam es zu mehreren harten Attacken und Grätschen auf dem Spielfeld, in deren Folge Captain Hewethal zusehends die Nerven verlor. Nach einem unschönen Foul gegen den Captain kurz vor dem gegnerischen Tor, das nicht geahndet wurde (Rufe nach Freistoß hätten zu Krawallen geführt; den Unmut des Rauchbomben zündenden Punkmobs wollte man lieber nicht auf sich ziehen), endete auch diese Partie 0:0. Langsam stellten sich Hunger und Verlangen nach Bier ein. Die Fans inspizierten die Lage an der Veganfront und kamen zu dem Schluss, dass vegan wohl eher vegetarisch hieß. Besser, aber nicht befriedigend. Die Essensfrage wurde verschoben, denn man trat nun zum letzten Gruppenspiel gegen den H.S.V. an. In dieser letzten Partie liefen die Edes zu Höchstform auf. Zwar wurde immer noch mehr über den Platz gerutscht als gelaufen, aber die Oranjes zeigten größte Spielfreude mit schönen Pässen und einigen schönen Schüssen Richtung Tor vor allem von Pau_Lee und Captain Hewethal. Moritz von Oranien versuchte den ein oder anderen Alleingang, blieb aber leider glücklos. Unschön waren lediglich die Diskussionen an der Außenlinie. Hier wurde sich nichts geschenkt. Das Führungstor der Edes ereignete sich dann als Eigentor der Gegner nach Ecke von Pau_Lee. Man blieb weiter in der Offensive, um eine Entscheidung zu erzwingen, konnte den Ausgleich aber trotz guter Abwehrarbeit und dem uneigennützigen Einsatz von Tormann Jan (besten Dank an dieser Stelle!) nicht verhindern. Das Spiel endete wieder unentschieden 1:1.
Nach dem Abpfiff hieß es warten. Die ersten beiden der drei Gruppen sowie die zwei besten Dritten würden ins Viertelfinale einziehen. Reichten den Oranjes ihre 4 Unentschieden für ein Weiterkommen? Die Mannschaft zog erstmal Richtung Veganfront los und kam mit Kuchen und Bier zurück. Die Gemüsepfanne hatte nicht überzeugt. Die Saarländer vermissten bei diesem sportlichen Ereignis doch schmerzlich den traditionellen Schwenker.
Wie den Diskussionen der anderen Teams am Bierstand zu entnehmen war, fürchtete man allerseits ein Weiterkommen der Oranjes, die bei den anderen Teams offenbar spielerisch einen guten Eindruck hinterlassen hatten. Umso überraschter zeigten sich daher nicht nur die Edes, als verkündet wurde, man hätte als dritter Dritter den Einzug ins Viertelfinale verpasst. Ein Spiel um Platz 9 oder ein Freundschaftskick auf nassem Rasen und bei unbeständigen Wetterverhältnissen sowie immer größer werdendem Hunger schien nicht attraktiv, so dass man das Turnier nach dem Ausscheiden und großem Dank an die Ausrichter Richtung Fressmeile in der Gießener Innenstadt verließ.
Gestärkt machte man sich anschließend auf den Weg zurück nach Saarbrücken.
Fazit: Vegetarisch ist nicht gleich vegan, zum Fußball gehört ne ordentliche Wurst und Punk ist noch lange nicht tot.
Abschließender Kommentar von Captain Hewethal: „Wir werden im nächsten Liga-Spiel gegen die WSG denken, wir schießen auf Scheunentore.“ Bleibt die Frage offen, ob sich die WSG vom Torschusstraining der Edes beeindrucken lässt, wenn im Gegenzug das Tor der Oranjes unbemannt bleibt…

Mata Nari

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Edwin van der Saar ZWEI – Fussalis Lebach NULL

Lieber Lebacher,
jedes Spiel ist eine Chance zur Revanche!
Ergebnis 7 – 4 für Ede.

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Mfg
Mvo

Bilder vom Voyeur Cup 2008

Spiel gegen die Eckschwalben aus dem Nauwieser.
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Fotos von Berthold/Kurze Eck